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Recht zum Schmunzeln

Sicherlich haben Sie aus den Medien schon den ein oder anderen kuriosen Rechtsfall entnommen:

So verklagte eine Katzenbesitzerin in den USA einen Mikrowellenhersteller auf Schadenersatz, weil dieser sie nicht vorher gewarnt hatte, dass man Tiere nicht in der Mikrowelle trocknen darf. Die Katze war zwar tot, ihr Frauchen aber um einen erheblichen Schadenersatz reicher.
Eine Frau verklagte eine große Burgerkette in den USA, ebenfalls auf Schadenersatz. Sie hatte sich einen Kaffee gekauft, der ihr jedoch ohne Deckel auf dem Pappbecher ausgehändigt wurde. Diesen Becher ohne Deckel stellte sie im Auto zwischen ihre Beine und fuhr los. Beim Anfahren lief ihr der heiße Kaffee über die Beine. Für die erlittenen Schmerzen erhielt sie zwei Millionen US Dollar.
Aber es geht noch besser.
Ein Amerikaner hatte sich einen nagelneuen Campingwagen mit Tempomat gekauft. Auf seiner ersten Fahrt stellte er diesen ein und verließ den Fahrersitz, um im hinteren Teil des Fahrzeuges Kaffee zu kochen. Bei der ersten Kurve kam das Fahrzeug von der Fahrbahn ab, und verunglückte. Auch dieser Herr hat eine erhebliche Summe Schadenersatz erhalten, weil die Herstellerfirma nicht davor gewarnt hat, dass man während einer Fahrt nicht das Lenkrad verlassen darf, sprich der Tempomat kein Autopilot ist.

Wenn Sie jetzt denken nur amerikanische Richter beschäftigen sich mit solch skurrilen Fällen, haben Sie weit gefehlt. Auch deutsche Richter haben ab und zu mit nennen wir es mal "außergewöhnlichen" Fällen zu tun:

So musste sich das Amtsgericht Mönchengladbach Az. 5 a C 106/91 damit beschäftigen, ob ein Reisepreis gemindert werden kann, weil im Ferienhotel nicht wie gebucht, ein Doppelbett stand, sondern nur zwei Einzelbetten. Immerhin war der Intimverkehr nach Angaben des Klägers dadurch gestört. Die Betten ließen sich zwar zusammen rücken, rutschten aber auf den glatten Fliesen immer wieder auseinander. Im Gegensatz zu den amerikanischen Kollegen, sind die deutschen Richter allerdings nicht so großzügig beim Verteilen von Schadenersatz und der Kläger ging leer aus. Das Gericht war der Ansicht, dass der Kläger ja hätte leicht die Betten zusammen binden können. Als Ersatz für einen Strick hätte er ja vorübergehend einen Gürtel benutzten können. Das Urteil können Sie vollständig unter NJW 1995, 884 lesen.